SG Gittersee : VfB 90 Dresden 0:0 (0:0)

5. Spieltag, Stadtliga C Herren, 28.09.2014

Wieder keine 3 Punkte – aber Aufwärtstrend klar erkennbar

Nach einer Saison unfreiwilliger Pause im Spielbetrieb der Männermannschaft des VfB 90 Dresden ist man seit dem Frühjahr wieder dabei eine schlagkräftige Truppe um Trainer Heiko Vogel aufzubauen.Aber schon die Saisonvorbereitungsphase gestaltete sich als ein sehr schwieriges Unterfangen. Konnten doch einige der vielen Neuzugänge und Rückkehrer erst nach ihrem Sommerurlaub zum VfB stoßen. So war es vorauszusehen das der Saisonstart alles andere als optimal verlaufen würde. Nach dem Aus im Pokal beim SV Eintracht Strehlen (0:4) setzte es am 1. Spieltag eine herbe 2:6 Schlappe bei Loschwitz 2. Auch am 3. Spieltag setzt es eine Niederlage bei Weißig 2. Dort wurde man aber lediglich durch einen Elfmeter in der 2. Minute bezwungen.

Im „Nachholer“ vom 2. Spieltag traf man am letzten Sonntag zu Hause auf den Spitzenreiter SG Motor Trachenberge-Dresden 2. In einem hart umkämpften Spiel (1x Rot für die Gäste) kam man verdient zu einem 0:0 und dem ersten Saisonpunkt.Der Aufwärtstrend sollte sich nun am 5. Spieltag beim Tabellenzweiten, der SG Gittersee, fortsetzen. Angesagt war ein Fight auf dem Hartplatz. Der sich aber im Nachhinein als sehr gut bespielbar erwies. Bei bestem Sonnenschein startete die Partie mit Drang zum Tor auf beiden Seiten. Die Leutewitzer versuchten mit Pressing den Gegner zu Fehlpässen und weiten Schlägen zu zwingen. Dies gelang im Laufe der Partie immer besser. In der Zentrale riss Nico Talke die Regie an sich, abgesichert von Mike Becker und der Unterstützung der Flügelflitzer Holger Müller und Sebastian Becker. Immer wieder wurde versucht die 2 Spitzen Christopher Riese und Andreas Kramer in Szene zu setzen. Die Abwehr der VfB`ler um Christian Scheffler und Abräumer Felix Augustin gingen kompromisslos zu Werke und die Außen-verteidiger Johann Dost und Sven Greif schalteten sich auch immer wieder mit in Offensiv-aktionen ein.

Gittersee konnte kaum in den gegnerischen Strafraum eindringen und versuchte es daher mit Distanzschüssen. Diese waren aber im gesamten Spiel eine sichere Beute von Keeper Sebastian Rössel. Die 90er versuchten hingegen immer wieder mit Kombinationsspiel oder über Standardsituationen zum Erfolg zu kommen. Der gute, aber vielleicht etwas kleinlich pfeifende Schiedsrichter gab den Gästen dazu einige Möglichkeiten. Sah er doch auch die verstecktesten Fouls des Gegners. Aber die Standards waren meist zu ungenau und konnten durch die Gastgeber geklärt werden. Talke verzog 2 Schüsse nur knapp. Die größte Chance in Halbzeit 1 hatte Kramer. Er wurde halbrecht herrlich von Talke freigespielt und lief frei Richtung Strafraum. Noch bevor der Verteidiger ihn ganz stellen konnte, zog er, am Ende doch etwas überhastet, ab und schoss am Tor vorbei. So ging es nur mit einem 0:0 in die Pause, weil man die Feldvorteile nicht in Tore ummünzen konnte.In der 2. Halbzeit dann das gleiche Bild. Gittersee nur aus der Distanz gefährlich und setzte einen Schuss aus 20 Metern an die Querlatte.

Aber auch bei Talkes Distanzschüsse fehlte meist nicht viel. Dann hatte Kramer nochmal zwei Chancen auf das Tor des Tages. Aus spitzem Winkel, 6 Meter vor dem Tor, trifft er den Ball mit dem Vollspann und setzt ihn nur knapp über die Latte. Die größte Chance des Spiels blieb ihm auch vorbehalten. Nach einem Gewühl im Strafraum sprang der Ball plötzlich halbrechts zu ihm auf den Fuß. Doch anstatt die Kugel gleich direkt aus 7 Metern mit der Pike auf das Tor zu ziehen, legte er ihn sich nochmal mit dem Außenrist vor, so dass ein Verteidiger gerade noch beim folgenden Abschluss die Fußspitze dazwischen bringen konnte. Das hätte es in der 75. Minute sein können oder vielleicht sogar müssen, dass erlösende 1:0. So blieb es beim torlosen 0:0.Die Männer des VfB 90 Dresden holten beim ungeschlagenen Tabellenzweiten einen Punkt, der unterm Strich nach dem Spielverlauf eigentlich viel zu wenig ist. Aber man hat gezeigt was in der Truppe für Qualität und Moral steckt. Der Trend zeigt sehr deutlich nach oben. Wenn man dann noch die erspielten Torchancen konsequent nutzt, steht man nicht mehr lange am Ende der Tabelle. Das Mannschaftsgefüge findet und bildet sich immer stärker heraus und man kämpft füreinander. Das macht Hoffnung für die nächsten Aufgaben.

Das kommende Wochenende bietet einen sportlichen Doppelpack auf dem Sportplatz an der Leutewitzer Windmühle. Am Freitag, den 03.10., um 11:00 Uhr steht das Duell der „Trainingsnachbarn“ auf dem Programm. Da hat der VfB 90 Heimrecht gegen den Dresdner SSV. Und am Sonntag, 05.10., rollt das Leder bereits um 09:00 Uhr im „Nachholer“ vom 4. Spieltag gegen den Serkowitzer FSV.

Mit freundlicher Genehmigung von Carsten Mauskewitz

Der VfB90 Dresden spielte:
Rössel – Dost, Scheffler, Augustin, Greif – Becker, M., Müller, Becker, S., Talke – Riese, Kramer (bis 84.)
Ersatzbank: Krahl, Kaudel, Altendorf, Schramm (ab 84.)